SCHIP-Jahrestreffen in Halberstadt

Im Projekt "Schimmelbildung und Möglichkeiten der Prävention" (SCHIP), bei dem untersucht wird, welche Auswirkungen reduziertes Heizen auf die Ausstattung von Kirchenräumen hat, fand im Juni 2026 das jährliche Treffen aller Projektteilnehmenden statt. Projektträger sind außer der Erzdiözese Freiburg, die Klosterkammer Hannover, das Bistum Fulda und die Kirchliche Stiftung Kunst und Kulturgut der evangelischen Kirche Mitteldeutschlands.

Bei diesem bundesweiten, auf 5 Jahre angelegten Projekt, ist die Erzdiözese Freiburg mit 12 ausgewählten Kirchen vertreten. Zur Auswahl der Sakralgebäude führte die geplante oder bereits umgesetzte Änderung des Heizungsregimes, durch beispielsweise die Reduktion des Wärmeeintrags oder den kompletten Verzicht auf eine Beheizung. Ausgewählt zur Teilnahme am Projekt wurde das Bistum Freiburg durch das Vorhandensein der Klima-Messungen, die seit mehreren Jahren in über 1.000 Kirchen im Bistum stattfinden. 

Die Ergebnisse der Untersuchungen und Befahrungen der einzelnen Kirchen, die in den beteiligten Kirchengemeinden durchgeführt wurden, konnten von den Wissenschaftler:innen vorgestellt werden. Anhand der bei den Kirchenbesuchen im Frühjahr durchgeführten Biolumineszenz-Tests konnte das Maß des Schimmelwachstums direkt vor Ort nachgewiesen werden. Zu den genommenen Proben laufen derzeit Laborversuche zur Bestimmung der Keimzeiten. Die Nebelversuche zeigten zum Teil erstaunliche Erkenntnisse, denn nicht immer waren die Luftzirkulationen so, wie vorab angenommen. 

Anhand eines eigens entwickelten Programms konnte mit Simulationen gezeigt werden, wie sich der Schimmel in den einzelnen Gebäuden entwickeln wird, je nach geplanter Maßnahme. So können nachweisbare Wirkungen von eventuellen Eingriffen in das Heizregime visualisiert werden.
Vor Ort schaute sich die 14-köpfige Gruppe das im Projekt untersuchte Archiv in Halberstadt an und prüfte die möglichen Ursachen des dortigen Schimmelbefalls.
 
Natürlich durfte eine Führung durch den Halberstädter Dom mit seinem wertvollen Domschatz und dem John-Cage-Orgel-Kunst-Projekt nicht fehlen. Dieser jährliche Austausch mit den anderen Diözesen und vor allem die wissenschaftlichen Diskussionen zum Thema Schimmel und dessen Vermeidung, ist für alle sehr hilfreich, da die Erfahrungen und das Wissen zum Umgang mit diesen Pilzen nur durch Teilen zu mehr Erkenntnissen und Schlussfolgerungen führt.

Wenn Sie Fragen zum Projekt haben, wenden Sie sich an: claudia.dambacher@ordinariat-freiburg.de