
"Die Erzdiözese Freiburg ist als erstes Bistum in Deutschland im Jahr 2030 beim Energieverbrauch klimaneutral." Diese Vision stellte Erzbischof Stephan Burger am Mittwoch (18. Januar) in Freiburg vor. Bei der Verleihung des Umweltpreises der Erzdiözese erklärte er, er verstehe die Enzyklika "Laudato si" des Papstes als konkreten Auftrag, auszuhandeln und zu vereinbaren, "was jede Organisationseinheit auf jeder Ebene zum Wohle des gemeinsamen Hauses beitragen kann". Das Ziel der Klimaneutralität des Erzbistums sei sehr ehrgeizig: "Aber erstens braucht es Vorreiter, wenn wir gemeinsam durchs Ziel kommen wollen und zweitens zeigen unsere bisherigen Erfolge aus der Energie-Offensive, dass wir ambitionierte Ziele sogar übertreffen können." Voraussetzung dafür sei allerdings "das Zusammenspiel von ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern".
Erzbischof: Enzyklika Laudato si "brisanter und aktueller denn je"
Die Enzyklika "Laudato si" ist nach den Worten von Erzbischof Burger "brisanter und aktueller denn je". Der Papst fordere einen Dialog, "der uns hilft, einen Kurswechsel zu vollziehen, mit dem wir aus der Spirale der Selbstzerstörung herauskommen". Er vertraue darauf, "dass die Dinge und die Menschen sich ändern können". Mit Blick auf den Auftrag des Papstes sieht Erzbischof Burger die Erzdiözese Freiburg auf dem richtigen Weg. "Ein wenig stolz kann ich von unserer, vor etwas mehr als zehn Jahren gestarteten, Energie-Offensive berichten, mit der wir den Klimaschutz im Gebäudebereich verankert haben und über die es uns gelungen ist, dass sich in unseren Pfarreien über 500 ehrenamtliche Energie-Beauftragte engagieren. Den Erfolg können wir sogar nachweisen. Der Energiebericht zum Jahr 2014 weist eine Energieeinsparung von rund 27 Prozent aus. Den CO²-Ausstoß konnten wir in den letzten 10 Jahren sogar um 48,5 Prozent senken."
In Zukunft wolle die Erzdiözese ihre Energie-Offensive auf diözesane Einrichtungen ausweiten. Die neue gemeinsame Heizung für das Collegium Borromaeum und das Erzbischöfliche Ordinariat durch ein eigenes Blockheizkraftwerk sei dafür ein aktuelles Beispiel. "Wir bleiben beim Klimaschutz nicht im Gebäudebereich stehen. Wie schon erwähnt, möchten wir in Zukunft als Fair-trade-Diözese beim Einkauf von Lebensmitteln auf faire, ökologische und regionale Kriterien achten. In vier Jahren, so der Plan, sollen 80 Prozent unserer Einrichtungen und Kirchengemeinden aktiv mitmachen", so Erzbischof Burger.
In Zukunft wolle die Erzdiözese ihre Energie-Offensive auf diözesane Einrichtungen ausweiten. Die neue gemeinsame Heizung für das Collegium Borromaeum und das Erzbischöfliche Ordinariat durch ein eigenes Blockheizkraftwerk sei dafür ein aktuelles Beispiel. "Wir bleiben beim Klimaschutz nicht im Gebäudebereich stehen. Wie schon erwähnt, möchten wir in Zukunft als Fair-trade-Diözese beim Einkauf von Lebensmitteln auf faire, ökologische und regionale Kriterien achten. In vier Jahren, so der Plan, sollen 80 Prozent unserer Einrichtungen und Kirchengemeinden aktiv mitmachen", so Erzbischof Burger.





