Arbeitswege und dienstliche Mobilität sind nicht erst seit dem Kirchenentwicklungsprozess 2030 große Herausforderungen für Kirche und Caritas. Denken wir an Sozialstationen, Pflegedienst, aber auch pastorales und Verwaltungspersonal, das mobil sein muss – nicht zuletzt um Menschen zu erreichen. Mobilität ermöglicht Teilhabe, Begegnung und soziale Nähe. Gleichzeitig stellt der Verkehrssektor eine der größten Herausforderungen für sozial-gerechten Klimaschutz dar.
Im Mittelpunkt des 2. Zukunftsforum stehen Praxisbeispiele und Konzepte, die zeigen, wie Einrichtungen von Kirche und Caritas klimafreundliche und sozial-gerechte Mobilitätslösungen umsetzen können. "Gut ankommen" heißt in diesem Sinne: Mobilität so zu gestalten, dass sie verbindet statt ausgrenzt, die Umwelt schützt statt das Klima belastet, um so eine lebenswerte und gerecht Zukunft zu ermöglichen.
Wie gelingt nachhaltige Mobilität im Pflegealltag bei tagtäglich vielen Kilometern – in den Städten am Hochrhein genauso wie in den Höhen Südschwarzwalds? Der Workshop zeigt praxisnah, wie E-Mobilität in der ambulanten Pflege und in den Caritas-Sozialdiensten erfolgreich umgesetzt werden kann. Am Beispiel des Caritas-Verbands Hochrhein erhalten Sie Einblicke in konkrete Erfahrungen, Herausforderungen und Lösungsansätze.
Leitung: Rolf Steinegger, Vorstand Caritas Hochrhein, und Vera Giebels, Fuhrparkmanagerin der Caritas Hochrhein
Was steckt hinter dem Mobilitätskompass der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg? Das praxisorientierte Tool unterstützt Organisationen dabei, ihre betriebliche Mobilität systematisch zu analysieren, Potenziale zu erkennen und konkrete Maßnahmen für mehr Klimaschutz und Effizienz umzusetzen. Im Workshop lernen Sie, wie der Mobilitätskompass funktioniert und wie Sie ihn direkt in Ihrer Organisation anwenden können.
Leitung: Luis Karcher und Janine Thiele, Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA)
Betriebliches Mobilitätsmanagement (BMM) bietet wirkungsvolle Ansatzpunkte für Klimaschutz, Mitarbeitendenzufriedenheit und eine nachhaltige Organisationsentwicklung. Im Workshop werden zunächst die Grundlagen des BMM sowie das Förderprogramm B²MM des Landes Baden‑Württemberg vorgestellt. Anschließend geben praxisnahe Einblicke in eine erfolgreiche Antragstellung und die ersten Schritte bei der Umsetzung Orientierung für eigene Vorhaben.
Leitung: Rabea Hagedorn, Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg und Cordula Fluhr, Klimaschutzmanagerin beim Caritasverband der Diözese Rottenburg‑Stuttgart
Der Workshop beleuchtet, wie "Anstupser" im Alltag (so genannte Nudges) – etwa in Pfarrgemeinden, kirchlichen Einrichtungen oder auf Veranstaltungen – Menschen dabei unterstützen können, nachhaltigere Mobilitätsentscheidungen zu treffen. Anhand konkreter Beispielen (z. B. Mobilitätsexperimente und Aktionen, oder auch Informationen wie z.B. Fahrgemeinschafts-Boards, ÖPNV-Hinweise auf Einladungen, attraktiven Fahrradabstellplätzen) reflektieren die Teilnehmenden ihre Mobilitätspraktiken und erarbeiten übertragbare Nudge-Ideen für ihren jeweiligen Kontext. Am Ende steht ein gemeinsames "Nudge-Board" mit direkt umsetzbaren Maßnahmen – verbunden mit der Frage, was diesen Wandel zusätzlich motivieren könnte.
Leitung: Dr. Jutta Deffner, Leiterin des Forschungsfelds "Nachhaltige Gesellschaft" am Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) Frankfurt am Main








