
Gute Geschichten aus dem Energie-Management
Viele unserer Kirchengemeinden und diözesanen Einrichtungen sind sich ihrer Schöpfungsverantwortung bewusst und haben das Thema Nachhaltigkeit in ihr kirchliches (Verwaltungs-)Handeln übertragen.
Insbesondere geht es ihnen darum, das Gebäudemanagement umweltverträglich zu gestalten. So kümmern sich Energie-Beauftrage und Umweltteams vor Ort darum Einsparpotenziale zu erschließen, indem sie den Heizbetrieb optimieren, Schwachstellen beseitigen und für einen schonenden Umgang mit unseren Ressourcen sensibilisieren.
In unseren „Guten Geschichten“ stellen wir Ihnen das große Engagement von Haupt- und Ehrenamtlichen in der Erzdiözese Freiburg in diesem Bereich vor. Unser Journalistenteam Thomas Goebel und Patrick Seeger haben die unterschiedlichsten Menschen vor Ort kennengelernt und sich angehört, was sie zu erzählen haben.
Gerne machen wir auch Ihr Engagement bekannt, bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf und senden uns Fotos und Texte, die wir – wenn Sie zu unserem Anliegen passen – gerne an dieser oder anderer Stelle veröffentlichen!
Energiesparen geht immer - auch in alten Mauern
Bildungshaus St. Luzen in Hechingen
Die Umwelt schonen und Geld sparen: Das Bildungshaus St. Luzen in Hechingen führt ein Energiemanagement ein – dabei hilft ein externer Energieberater dem Dreier-Team im Haus.
Vom Keller bis unters Dach: Das Ordinariat im Check
Erzbischöflisches Ordinariat in Freiburg
Die Erzdiözese Freiburg fördert die Einführung eines Energiemanagements in ihren Einrichtungen. Nun ist auch das Erzbischöfliche Ordinariat selbst dran – und startet mit einer großen Bestandsaufnahme.
Bei uns steht die Bewahrung der Schöpfung in der Hausordnung
KL Freiburg - Internationales Gästehaus für junge Menschen & Gruppen in Freiburg
Umweltschutz hat Tradition im "KL Freiburg – Internationales Gästehaus für junge Menschen und Gruppen". Seit einigen Jahren gibt es dort nun auch ein Energiemanagement.
Das ist Bewahrung der Schöpfung in modernem Gewand
KSE Energie mit Sitz in Freiburg
Der ökumenische Versorger KSE Energie verkauft nicht nur Strom – er hilft auch Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen dabei, die Energiewende voranzubringen.
"Ich wohn‘ gleich nebenan, ich mach‘ das"
Martha Zeller aus St. Cyriak in Blumberg-Kommingen
Wenn Martha Zeller aus ihrem Küchenfenster schaut, sieht sie eine Kirchenwand. Vielleicht zehn Meter liegen zwischen ihrem Haus am Rand des Dörfchens Kommingen und der weiß getünchten Pfarrkirche St. Cyriak daneben. Diese Nähe war es, die sie zur Energiebeauftragten ihrer Gemeinde werden ließ. Als 2006 die Energieoffensive der Erzdiözese startete, stand im Pfarrgemeinderat die Frage im Raum, wer denn wohl regelmäßig den Stromverbrauch in der Kirche ablesen könne. "Da habe ich gesagt: Ich wohn‘ gleich nebenan, ich mach‘ das", berichtet Zeller.
"Ich bin von Natur aus Handwerker."
Eugen Socha aus St. Bartholomäus in Baden-Baden Haueneberstein
"Ich bin von Natur aus Handwerker", sagt Eugen Socha. Wenn der ehemalige Technische Lehrer im Bereich Metall an einer Gewerbeschule eine Sache in die Hand nimmt, dann macht er sie gründlich.
"Wenn die Alten hocken bleiben, kommt keiner nach."
Michael Rösch aus St. Margarethen in Waldkirch
Als Michael Rösch die Plastikkiste mit seinen gesammelten Unterlagen auf den Tisch stellt, schaut Lee Dennett ein wenig skeptisch: Ordner mit Gutachten, Vorschlägen und Abrechnungen, eine Arbeitshilfe der Bischofskonferenz zum Thema Energie – viel Material, das nach viel Arbeit aussieht. Bis Frühjahr 2015 war Rösch ehrenamtlicher Energiebeauftragter der Gemeinde St. Margarethen in Waldkirch. Jetzt ist es Zeit für einen Generationswechsel, findet der 63-Jährige: Er hat deshalb einen Nachfolger gesucht und mit Lee Dennett auch gefunden.
"Nicht nur sonntags die Schöpfung loben."
Roland Stark aus St. Michael in Rheinau-Honau
Für Roland Stark ist sein Rundgang ein Ritual: "Ich schreib‘ mir das für jeden Monat in den Kalender, und dann marschiere ich los." Er geht in die Sakristei der 170 Jahre alten Pfarrkirche St. Michael im Honau, er geht ins Pfarrhaus gegenüber, ins Gemeindehaus ein paar Straßen weiter. Und er fährt nach Rheinbischofsheim, das Nachbardorf, dort steht eine kleine Filialkirche mit Gemeindehaus. In allen vier Gebäuden notiert Roland Stark die Stände der Stromzähler und schaut, wie viel Öl noch in den Tanks der Heizungen ist.
"Ich hab‘ noch mehr Vorschläge auf der Liste"
Franz Toniato aus St. Pelagius in Laufenburg-Hochsal
Seit Sommer 2013 läuft sie jetzt, die moderne Holzpelletheizung mit 100 Kilowatt Leistung. Sie heizt nicht nur das gesamte Pfarrhaus, sondern versorgt über eine Fernwärmeleitung auch das benachbarte Pfarrheim und den Kindergarten. "Ich will mich nicht loben, aber ich bin der einzige, der sich mit der Heizung auskennt", sagt Franz Toniato. Seit es sie gibt, ist er offizieller Energiebeauftragter der Kirchengemeinde Laufenburg-Hochsal: "Ohne die Ernennung eines Beauftragten hätte es vom Ordinariat keine Zuschüsse gegeben. Und weil ich ja schon ein wenig aktiv mitgewirkt habe, hat man mich gefragt", erklärt Toniato. Lange gesträubt hat er sich nicht.
"Ich will Verantwortung"
Udo Klaiber aus St. Antonius in Herdwangen‐Schönach
25 Jahre war Udo Klaiber alt, als er zum Energiebeauftragten seiner Kirchengemeinde ernannt wurde. Er ist ohne Zweifel eine Idealbesetzung: Gelernt hat er Elektriker, inzwischen arbeitet er als Wassermeister seines Ortes, ist Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr – und altgedienter Mesner seiner Kirche. Als er anfing, war er zwölf Jahre alt.
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