Der sechste IPCC-Sachstandsbericht (Intergovernmental Panel on Climate Change / Weltklimarat) aus dem Jahr 2022 führt es uns deutlich vor Augen: Die Artenvielfalt ist weltweit im Rückgang begriffen. Die Zahlen lesen sich dramatisch: So sind bei einer globalen Erwärmung vom 2°C etwa 20% der an Land lebenden Pflanzen und Tiere vom Aussterben bedroht. Wir möchten dem etwas entgegensetzen: Bewahrung der Schöpfung verlangt nach dem Einsatz zum Schutz von Lebensräumen, Tieren und Pflanzen. Sie machen die Schöpfung aus. Daher setzen wir uns für den Erhalt und die Förderung der Artenvielfalt und Biodiversität auf kirchlichem Land (Land- und Forstwirtschaft) und im Umfeld der kirchlichen Gebäude ein.
Kirchliche Gebäude sind weit mehr als Orte des Glaubens, der Stille und der Gemeinschaft – sie bieten zugleich wertvolle Rückzugsräume für bedrohte Tierarten.
Die ökumenische Aktion, 2026 gemeinsam mit den Evangelischen Kirche von Westfalen und in Baden sowie den Bistümer Augsburg und Rottenburg-Stuttgart, lädt ein aktiv einen Beitrag zur Biodiversität im eigenen Kartoffelbeet zu leisten.
Sobald Gebäude repariert, renoviert bzw. saniert oder umgebaut werden, kann es unter Umständen zu Konflikten mit gebäudebewohnenden Tierarten kommen. Dieser Leitfaden soll zeigen, was es zu beachten gilt und Möglichkeiten aufzeigen.
Umfeldflächen um kirchliche Gebäude und bestehende Gärten lassen sich zu Hotspots der Biodiversität umwandeln. Mit teilweise einfachen Maßnahmen wird aus einer Rasenfläche eine summende Blühoase für Hummeln und Tagfalter. Hier hilft Beratung durch uns und eine Förderung aus dem Hundertfüßer.
Zukünftig wollen wir uns vermehrt und vor allem systematisch auch um bedrohte Bewohner auf und in kirchlichen Immobilien (Fledermäuse, Turmfalken, Dohlen, Störche u.a.) sowie die nachhaltige Bewirtschaftung von Flächen im Erzbistum kümmern. Zu letzterem soll auch die Bio-Regio-Studie (Website der Fair Trade Diözese) beitragen.