Beitrag leisten für eine intakte Natur und Kultur

Erzbischof Burger verlieh Umweltpreis 2018 der Erzdiözese Freiburg
 
Freiburg (pef). Erzbischof Stephan Burger hat am Freitag (18. Januar 2019) im Freiburger Kirchenzentrum Maria Magdalena den Umweltpreis 2018 der Erzdiözese Freiburg verliehen. In seiner Ansprache präzisierte der Erzbischof seine Vision einer Klimaneutralen Erzdiözese Freiburg bis zum Jahr 2030: "Die Klimaneutrale Erzdiözese schon für 2030 anzustreben ist eine freie, bewusste und souveräne Entscheidung. Sie könnte zu einer Aufbruchsstimmung führen für eine zukunftsfähige Kirche und einen Beitrag leisten für eine intakte Natur und Kultur." Es bedürfe dabei den Einsatz aller, um dieses Ziel zu erreichen, so der Erzbischof weiter: "Wir alle, berufliche und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, jede und jeder in seiner Verantwortung, jede und jeder an seinem Ort in Kirchengemeinde, in Verbänden und Einrichtungen sind gefragt, jede und jeder kann sich fit machen, jede und jeder darf und soll sich beherzt einbringen. Ein Zusammenspiel von Pastoral, Bildung und Verwaltung ist nötig und erwünscht und bringt uns zum Ziel."

Elf Preisträger von Tauberbischofsheim bis Markdorf

Den ersten Preis gewann der Förder- und Betreuungsbereich St. Klara des Caritasverbandes Singen-Hegau mit einem Prozess zur Wiederverwertung von Papier sowie der Produktion von anspruchsvollen Schmuckkarten unter Einbeziehung der betreuten Menschen. Den zweiten Platz erreichte das Kinderhaus Fürstin Eugenie in Hechingen für die Durchführung einer Umweltwoche zum Thema "Müll und Müllvermeidung". Mit dem dritten Preis wurden die Ministranten aus Bottenau, Nußbach, Stadelhofen und Zusenhofen ausgezeichnet. Unter dem Motto "Schwarzwald – des isch MINI Heimet!" gestalteten die Ministrantinnen und Ministranten ein zehntägiges Ferienlager im Zeichen der Nachhaltigkeit und verpflegten die rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer fast ausschließlich mit ökologischen, fairen und regionalen Lebensmitteln.
 
Weitere Preise gingen an die Karl-Rolfus-Schule Herten und die Bienenfreunde Rheinfelden (Selbstbaukurs von Bienenstöcken), die Pfarrgemeinde Guter Hirte Mannheim (Ideenwerkstatt zur Züchtung von Kartoffeln), die Seelsorgeeinheit Markdorf (CKD-Kleiderladen), die Religionslehrerin Christiane Fiedler mit ihren vierten Klassen an der Grundschule am Schloss in Tauberbischofsheim (Religionsunterricht zum Thema "Zukunft säen - Welt fair-ändern"), die Kirchengemeinde St. Wendelin in Forbach-Weisenbach (Errichtung einer Solartankstelle), das Gymnasium St. Paulusheim Bruchsal (ökologisches, ökonomisches, ökumenisches und örtliches Engagement für den Umweltschutz) und die Heimschule Lender in Sasbach (spezieller Landschulheimaufenthalt zum Thema "Nachhaltigkeit erkunden und erleben"). Einen Sonderpreis erhielt die Seelsorgeeinheit Überlingen für die Entwicklung eines dauerhaft verwendbaren Kollektentransportbeutels.

138 Projekte und 109.100 Euro Preisgeld in 24 Jahren

Zum dreizehnten Mal hat die Erzdiözese Freiburg ihren Umweltpreis für innovative Projekte verliehen, die einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Aus den 27 Bewerbungen hat eine Jury elf Preisträger ermittelt. Das Preisgeld beträgt insgesamt 15.000 Euro. Die Erzdiözese Freiburg würdigt mit ihrem Umweltpreis seit 1994 alle zwei Jahre den besonderen Einsatz von Gemeinden, Einrichtungen, Verbänden und Gruppen für die Bewahrung der Schöpfung. In den zurückliegenden 24 Jahren wurden insgesamt 138 Projekte und Initiativen mit Preisen in Höhe von 109.100 Euro ausgezeichnet.