03. Platz: Ministranten aus Bottenau, Nußbach, Stadelhofen und Zusenhofen

"Fairienlager" – Zehn Tage im Zeichen der Nachhaltigkeit
 
"Schwarzwald – des isch MINI Heimet!", unter diesem Motto stand das Sommerferienlager der Ministrantengemeinschaft BNSZ. Die Minis aus Bottenau, Nußbach, Stadelhofen und Zusenhofen – dafür steht das Kürzel BNSZ – haben dabei die Fair Trade-Diözese beispielhaft umgesetzt.
 
 Beeindruckt hat die Jury wie professionell und entschlossen die Minis aus dem Renchtal die Herausforderung angegangen sind, immerhin 80 Kinder und Jugendliche zehn Tage lang nachhaltig zu versorgen:
 
März 2018: Antrag in der Lagervorbereitungsrunde, das Ferienlager zehn Tage lang unter das Zeichen der Nachhaltigkeit zu stellen. Mai 2018: Die Antragsteller und das neue Küchenteam erarbeiten einen ausführlichen und vollständigen Produkt- und Kriterienkatalog. Die leitenden Fragen waren: "Was kaufen wir von wem in welcher Qualität?" und "Was wollen wir unbedingt vermeiden?" Juni: Suchen und Finden von Sponsoren und Lebensmittelspendern. Recherche nach weiteren Lieferanten und Budgetverhandlungen mit dem Stiftungsrat. August: Das Lager läuft im nahegelegenen Tennenbronn, mitten im Schwarzwald. Oktober: Auswertung, Reflexion und Identifikation was beim nächsten Mal noch besser laufen soll.
 
Konkrete Maßnahmen aus dem Sommerlager waren zum Beispiel:
 
Der Bedarf von Obst und Gemüse wurde komplett aus Spenden gedeckt, zum Teil konnten die Früchte unmittelbar vor Ort geerntet werden. Die Milch wurde beim Biomilchbauern in der Nachbarschaft des Lagers bezogen und vor Ort abgekocht. Fleisch wurde mengenmäßig reduziert und vom örtlichen Metzger bezogen. Gewürze wurden im Unverpacktladen in Freiburg in großen Gebinden besorgt. Die in jeder Lagerküche unabdingbar notwendige Tomatensoße war aus eigenen Tomaten im Vorfeld eingekocht worden. Und im Lagerlädele wurden ausschließlich Snacks und Süßigkeiten aus dem Weltladen und von nachhaltigen Produzenten angeboten – auf Produkte von multinationalen Konzernen wurde gänzlich verzichtet. Und, und, und, …
 
Damit sind die Ministrantinnen und Ministranten vorgeprescht und haben das Wachstumsfeld IV "regional-ökologisch-fair" aus der Pastoralkonzeption der Seelsorgeeinheit Oberkirch ohne zu zögern umgesetzt. Die Verantwortlichen in der Seelsorgeeinheit kommen damit in Zugzwang - vielleicht ist damit der Grundstein gelegt, dass die Ortenau eine der "Modellregionen für die Schöpfung" wird.
 
Preisgeld: 2.000,- Euro
 
Wow, wir haben den dritten Platz gemacht! Für jede der beteiligten Minigruppe gab es eine eigene Urkunde.