Es ist gemütlich, in der Upcycling-Werkstatt des Klosterladens in Gengenbach. Auf Sesseln sitzen Schwestern der Franziskanerinnen und weitere Frauen. Einige rollen alte Werbeprospekte zu langen, dünnen Rollen auf. Andere flechten aus diesen Rollen kleine bunte Körbchen oder basteln an filigranem Schmuck, an Schalen oder kleinen Tellern. Die Endergebnisse sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch nachhaltig, denn sie werten die alten Werbeprospekte auf, die sonst in der Tonne landen würden.
Die Schwestern der Ordensgemeinschaft der Franziskanerinnen nahmen sich niemand geringeren als den Heiligen Franziskus von Assisi zum Vorbild. Er prägte die Nachhaltigkeit als ökologisches Leitbild und gilt als Schutzpatron der Tiere und der Umwelt. Aus diesem Verständnis heraus wurden Schwestern der Ordensgemeinschaft der Franziskanerinnen in Gengenbach im Upcycling kreativ.
Aber nicht nur mit Papier! Unter dem Motto "Ich war mal ein Werbebanner" werden Recyclingtaschen in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderungen Bezirk Bruchsal-Bretten e. V. und der Firma comebags hergestellt.
Dabei werden abgelaufenen Veranstaltungs-Werbebanner durch Menschen mit Behinderung zu Taschen verarbeitet. Auf Massenproduktion und Akkordarbeit wird dabei bewusst verzichtet. Somit ist jede Tasche, ob Einkaufstasche, Kulturbeutel, Handytasche, Tablethülle oder Schlampermäppchen ein Unikat. Alle Beteiligten in der Wertschöpfungskette erhalten einen fairen Anteil am Erlös. Und die Ergebnisse können sich sehen lassen. Die Banner sind so verarbeitet, dass oft Engel auf den Vorderseiten der Taschen zu sehen sind.
Preisgeld: 550 Euro







