Zwölf Menschen mit komplexen und teilweise sehr schweren Behinderungen werden täglich im Förder- und Betreuungsbereich St. Klara in Obhut genommen. Die erwachsenen Klienten kommen aus dem ganzen Hegau, um in einem geschützten Rahmen und einer festen Tagesstruktur Halt und Stabilität zu finden. Darin eingebettet sind Förderangebote aus Haushalt und Arbeitswelt.
Schon länger war die Vernichtung von nicht datenschutzrelevanten Akten aus dem Caritasverband Singen-Hegau und dem nahegelegenen Kulturzentrum eines dieser Förderangebote. Doch die reine Entsorgung als Altpapier ist weder ressourcenschonend noch kreativ noch besonders förderlich für den Selbstwert der Klienten. Daher haben die fachlichen Betreuerinnen und Betreuer Schritt für Schritt einen Prozess zur Wiederverwertung angestoßen, an dem sich die Klienten so weit als möglich sinnvoll einbringen können.
Heute beteiligen sich die Klienten nach dem Häckseln der Schriftstücke auch am Pürieren des Papier-Wasser-Gemisches. Die nächsten Aufgaben sind Pressen, zum Trocknen aufhängen und Glattbügeln. In Kartenform gerissen werden die Papierstücke in einer Eins-zu-eins-Situation von Klient und Mitarbeiterin. Bei der abschließenden Gestaltung zur Schmuckkarte haben die Klienten die Farbpistole selbst in der Hand.
In St. Klara gibt es keinen effizienten und durchgestylten Produktionsprozess. Immer geben die Fähigkeiten und die Kräfte der Menschen mit Behinderung den Takt vor. Die Truppe von St. Klara kommt auf eine Jahresproduktion von 500 bis 600 Karten. Damit ersetzt der Caritasverband seine Gruß- und Weihnachtskarten. Auch einzelne Bestellungen wurden schon abgearbeitet.
Der Beitrag der zwölf Männer und Frauen in St. Klara nicht Abfall zu produzieren, sondern mit den Reststoffen einen Kreislauf von Nutzung und Verwertung zu schaffen, ist Ansporn und Vorbild!
Preisgeld: 5.000,- Euro






