Das Koch-Team aus Appenweier-Urloffen kocht (schul-)täglich rund 380 Mahlzeiten und verköstigt damit 56 Heimbewohner im Pflegeheim St. Martin, 45 Personen in der Tagespflege und bietet zusätzlich 20 weitere Menüs beim stationären Mittagstisch für mobile Senioren an. Hinzu kommen noch rund 260 Essen für Schulen und Kitas im Umkreis zwischen Kehl, Schutterwald und Oberkirch. Für eine solch ausdifferenzierte Kundschaft mit ihren ganz unterschiedlichen Anforderungen zu kochen, so dass es das ganze Jahr über schmeckt, ist an sich schon eine logistische Herausforderung und eine kreative Meisterleistung.
Die Mitglieder des Koch-Teams der Seniorendienste St. Martin in Appenweier-Urloffen gehen aber noch viele weitere Schritte: Sie kochen prinzipiell alles selbst aus frischen Zutaten der Saison. Sie kaufen ihre Lebensmittel regional ein, Fertigprodukte sind in ihrer Küche tabu. Auch alle Kuchen, Torten und das Naschwerk werden selbst gebacken und im Sommer kommen die Kräuter frisch aus dem eigenen Garten. Zusätzlich achtet das Team beim Kochen auf den Energieverbrauch und bereitet Fleisch im energiesparenden Niedertemperaturmodus zu. In der Küche gibt es weder Plastikbehälter noch Alufolie. Und falls doch Produkte in Plastikbehältnissen angeliefert werden, gehen diese Behälter an den Lieferanten zurück. Das wiederum ist ein Baustein des ausgeklügelten Müllkonzepts das unter dem Motto "Vermeiden - Trennen – Wiederverwerten" steht. Zudem achtet das Team bei Reinigungsmitteln auf ökologisch verträgliche Produkte und dosiert diese so sparsam wie möglich.
Die Jury war beeindruckt was das Team unter dem Motto "Kleinigkeiten in der Küche bewirken Großes für die Umwelt" sowohl für die Esser als auch für die Umwelt auf die Beine stellt und sieht darin ein leuchtendes Vorbild auch im Hinblick auf das Projekt "Fair Trade-Diözese".
Preisgeld: 400 Euro








