Die Erzdiözese Freiburg ist über die Stabsstelle Schöpfung und Umwelt Partnerin im Projekt "Mensch.Natur – natürlich.zusammen.leben", das vom Bundesamt für Naturschutz gefördert wird. Die Projektleitung liegt in den Händen des NABU Baden-Württemberg.
"Mensch.Natur – natürlich.zusammen.leben"

Grünflächen und Gebäude im Siedlungsraum haben ein großes Lebensraumpotenzial für wildlebende Tiere und Pflanzen, können Refugien für biologische Vielfalt sein, zum Klimaschutz beitragen und bunte Trittsteine für ein grünes Wegenetz schaffen, sofern sie naturnah gestaltet sind und Artenschutzmaßnahmen sorgfältig umgesetzt werden.
Projektziele
Das Projekt zielt darauf ab, die biologische Vielfalt in Baden-Württemberg im innerörtlichen Bereich auf privaten und öffentlichen Flächen sowie an Gebäuden zu erhalten und zu stärken. Das Vorhaben fokussiert sich auf drei große Themenkomplexe:
- Biodiversität in Gärten und auf Außenflächen
- Artenschutz an Gebäuden
- Biodiversität in der kommunalen Klimaanpassung
Der Fokus liegt dabei auf Bewusstseinsbildung und Qualifizierung bei verantwortlichen Akteuren und Akteurinnen sowie der Sensibilisierung der interessierten Öffentlichkeit. Darüber hinaus werden auch konkrete Maßnahmen umgesetzt. Schwerpunktmäßig richtet sich das Projekt an diejenigen in Baden-Württemberg, die beruflich Grünflächen und Gebäude betreuen und planen: Dazu gehören Mitarbeitende des Landes, von Kommunen, Kirchen, Wohnungsbaugesellschaften und Handwerksbetrieben sowie Personal der Energieberatung und des Garten- und Landschaftsbaus. Der große Pool an Multiplikatoren und Multiplikatorinnen und einbezogenen Akteursgruppen, die Entwicklung von Best-Practice-Maßnahmen und -Leitfäden sowie das Angebot bundesweit ausgerichteter Veranstaltungen sorgen für eine Strahlkraft weit über Baden-Württemberg hinaus.
Maßnahmen
Durch Fortbildungen werden die beruflichen Zielgruppen im öffentlichen und privaten Gebäudesektor qualifiziert, Maßnahmen für die Stärkung der Biodiversität und zum Artenschutz in ihrem jeweiligen Tätigkeitsbereich umzusetzen. So werden sie zu Multiplikatoren und Multiplikatorinnen für das Thema ausgebildet.

Durch Beratungen zur naturnahen Flächengestaltung werden gemeinnützige Einrichtungen für das Thema motiviert und zur Umsetzung befähigt.
An Gebäuden von Kommunen und Kirchen werden Artenschutzmaßnahmen umgesetzt.
Es wird eine Wirksamkeitsanalyse von Fledermausschutzmaßnahmen durchgeführt. Bei Fledermauskartierungen an Gebäuden werden Citizen Scientists einbezogen.
Kommunale Klimaanpassungskonzepte werden auf Biodiversitätsaspekte überprüft, Best Practices identifiziert sowie Empfehlungen zur stärkeren Berücksichtigung von Biodiversität in der Klimaanpassung ausgearbeitet.