Der Fortschritt schreitet: Der neue Rechner hat mehr Speicherplatz, die neue Kamera mehr Pixel und der neue Fernseher mehr Durchmesser. Und bei Staubsaugern? Da wurden in einem regelrechten Rüstungswettlauf immer höhere Wattzahlen als Fortschritt verkauft. Doch wenn watt-starke Geräte etwas saugen, dann den Strom aus der Leitung.
Staub- statt Stromsauger
Watt ist nicht alles!
Wie man bei Mesner Hummel sieht: Mehr Power ist einfach nicht besser! Im Vergleich der Stiftung Warentest erzielten überwiegend Staubsauger mit geringer elektrischer Leistung Bestnoten fürs Saugergebnis. Die Sauberkeit hängt nämlich nur bedingt von der Watt-Zahl ab. Genauso wichtig ist das gute Zusammenwirken von Gerät, Saugrohr, Düsenkonstruktion und Luftweg. Der EU sei Dank ist das unsinnige Watt-Wettrüsten zu Ende: Seit 2017 ist die maximale Stromaufnahmeleistung bei neuen Geräten auf 900 Watt begrenzt.
Momentan liegt der Durchschnitt der käuflichen Geräte allerdings bei 1.800 Watt. Die „alten“ Sauger dürfen noch eine Weile auf dem Markt sein, so dass es beim Neukauf lohnt, die Label zu vergleichen und neben dem Energieverbrauch auf den Reststaub am Boden und in der Abgasluft sowie die Lautstärke zu achten. Im Unterschied zu Kühl schränken empfiehlt sich jedoch ein vorzeitiger Neukauf nicht, dafür ist die Einsparung zu gering.
Mehr Staub und weniger Strom kann man davon unabhängig saugen: Das passende Programm für harte Böden und Teppiche wählen, regelmäßig die Düsen von Fusseln befreien und rechtzeitig den Beutel wechseln.
