Genuss frei Haus

Leitungswasser ist deutlich überlegen

Wir wissen, dass Leitungswasser viel günstiger ist, dass wir weniger Kisten oder Flaschen schleppen müssen, dass wir durch weniger Transport und Müll der Umwelt und dem Klima helfen könnten und trotzdem fahren wir lieber in den Laden und kaufen dort abgefülltes Trinkwasser statt am heimischen Hahn zu zapfen. Warum eigentlich?


Erst im Juli 2016 bestätigte die Stiftung Warentest Ergebnisse aus Untersuchungen in den Vorjahren: Leitungswasser ist den meisten Mineralwassern deutlich überlegen - Wasser aus dem Hahn enthält in vielen Fällen mehr Mineralien und weniger chemische Rückstände.
 
Leitungswasser ist das in Deutschland am besten kontrollierte Lebensmittel überhaupt. Schadstoffe wie Blei, Kupfer, Chrom und Nickel können höchstens über Rohre, Dichtungen und Armaturen im Gebäude selbst ins Trinkwasser gelangen. Eine Wasserprobe schafft Klarheit, ob hier Handlungsbedarf besteht. In den allermeisten Fällen besteht kein Grund Wasser im Laden zu kaufen. Selbst die Namensgebenden Mineralien nimmt unser Körper vor allem durch die Nahrung und kaum durch das Wasser auf. Wer Mineralien sucht, greift am Besten zu Obst und Gemüse.
 
Bleibt noch der Geschmack: Manchen ist Leitungswasser schlicht und einfach zu langweilig. Bizzelnde Kohlensäure mit dem Wassersprudler und ein Minzzweig oder Zitronenscheibe im dekorativen Wasserkrug können hier Abhilfe schaffen. Bei uns in Baden-Württemberg stammt die Hälfte des Leitungswassers aus Grundwasser gefolgt von Quell-, See- und Flusswasser. Auch der Bodensee ist besser als sein Ruf: Er wird vor allem aus den Alpen gespeist, nahezu unbelastet von Industrie, Besiedlung und Landwirtschaft. Statt teuren importieren Edelwässerchen können wir also getrost heimisches „Chateau de la Pompe“ vom örtlichen Wasserwerk aus dem Hahn zapfen.
Prost!