Beim Tuning denken viele gleich an Autos und Männer! Nun, unser Mesner Hummel ist ein Mann – aber er hat schon eine weitere Stufe der Evolution erklommen und denkt an andere Einsatzgebiete, in denen er durch kluge Tricks viel rausholen kann. Der Spülkasten im WC ist ein solcher Kandidat.
Bei alten Spülkästen jagt man per Knopfdruck schnell mal bis zu 14 Liter Trinkwasser in den Orkus. Dabei reichen sechs bis neun Liter für einen einwandfreien und hygienischen Spülgang völlig aus, je nach Spülgut sogar drei Liter. Hier kann also locker die Hälfte des Wassers gespart werden – aufs Jahr gerechnet macht das 7.700 Liter und 40 Euro pro Person.
Eine Einschränkung gibt es allerdings: Nicht alle WC-Becken sind für eine geringe Wassermenge geeignet – man erkennt dies an der Prüfnummer des Instituts für Bautechnik, die mit den Ziffern 6 oder 61 enden müssen.
Wie kann der geneigte Leser also Wasser sparen?
Viele Spülkästen können durch wenige Handgriffe umgerüstet werden: Ein WC-Wasser-Stopper, der unter zehn Euro kostet, wird in das Überlaufrohr eingehängt und sorgt dafür, dass der Spülvorgang sofort nach dem Loslassen des Spülhebels beendet wird. Bei großen, alten Spülkasten hilft auch einen schweren, voluminösen Gegenstand (Ziegelstein oder volle Wasserflasche) in den Kasten zu legen.
Der Trick: Im Spülkasten hat einfach weniger Wasser Platz! Nicht zu unterschätzen sind auch die heimlichen Wasserverluste! Ein undichtes Ventil zwischen Spülkasten und WC-Becken kann zu einem Wasserverlust von einem Liter pro Minute führen! Das kostet dann satte 220 Euro im Monat! Dreht sich Ihre Wasseruhr also, wenn nirgendwo Wasser gezapft wird, dann lohnt sich eine kleine Forschungsexpedition!