Spätestens an nebligen Herbsttagen wird es uns wieder bewusst: Licht und Stimmung hängen eng zusammen. Und nicht nur Räume wirken je nach Beleuchtung ganz unterschiedlich. In der Konsequenz: Es kann auch von der Wahl des Leuchtmittels abhängen, ob einem eine Predigt himmlisch erscheint oder ob man düsteren Gedanken nachhängt.
Wenn also die alten Birnen für den Kirchenraum zur Neige gehen, stehen wichtige Entscheidungen an: Sollen die Leuchtmittel durch moderne LED ersetzt werden? Durch welches Modell und mit welcher Lichtfarbe? Aber auch Fragen nach den Leuchtstunden oder der sogenannten „Schaltfestigkeit“ sind von Belang.
Bei Kronleuchtern, wo es ja um unzählige Leuchtmittel geht, sollte man – gerade vor dem Hintergrund des Anschaffungspreises von LED-Leuchten – durchaus strategisch vorgehen: Alle Leuchten gleichzeitig tauschen oder immer nur defekte Leuchten ersetzen?
Eugen Socha, der Energie-Beauftragte von St. Bartholomäus in Haueneberstein, ist folgenden Weg gegangen: Er hat sich einen Katalog besorgt und zwei bis drei verschiedene Modelle bestellt. Jetzt kann er sie in aller Ruhe in der Kirche ausprobieren und dann entscheiden (mehr zu Eugen Socha).
Wenn für den kompletten Kronleuchter die Zeit gekommen und ein neues Beleuchtungskonzept gefragt ist, sollte als Erstes der fachkundige Rat beim zuständigen Erzbischöflichen Bauamt eingeholt werden. Denn es ist ja nicht unwesentlich, welche Stimmung in der Kirche herrscht – wie Mesner Hummel und Frau Kleinschmidt gerade hautnah erfahren haben.