Ausgleichende Gerechtigkeit im Haus

Allen kann man es nie recht machen, diese Erfahrung gewinnt man im Umgang mit Menschen - zuweilen. Während aber vielerorts eine gerechte Lösung höchst verzwickt scheint, gibt es bei der ungleichen Verteilung der Wärme im Haus meist eine einfache Lösung: Den hydraulischen Abgleich.

Die meisten Gebäude werden von einer Zentralheizung mit Wärme versorgt. Die nötige Wärme dazu wird in der Regel im Keller produziert und über Rohrleitungen im Haus zu den Heizkörpern verteilt. Das Heizungswasser (es ist ja auch nicht dumm) sucht sich dabei den Weg des geringsten Widerstandes. So passiert es, dass Heizkörper im Keller und Erdgeschoss glühen, weil sie der Heizzentrale am nächsten sind und die weit entfernten Zimmer im Dachgeschoss kalt bleiben. Jetzt dem Heizkessel mehr Wärme abzufordern damit auch beim letzten Heizköper noch ausreichend heißes Wasser ankommt wäre allerdings der falsche Weg.
 
Hier sorgt der hydraulische Abgleich für Gerechtigkeit unter den Heizkörpern: Einer der nahe an der Wärmequelle liegt bekommt etwas weniger Vorlaufwasser, einer der weiter weg liegt etwas mehr. Ergebnis: Die Wärmeverteilung ist nun gleichmäßiger!
 
Um den hydraulischen Abgleich durchzuführen brauchen sie allerdings einen Heizungsfachmann und an jedem Heizkörper müssen voreinstellbare Thermostatventile angebracht sein (oder eingebaut werden) mit denen man den Zulauf regeln kann.
 
Der Wirkungsgrad der Heizung wird besser, die Energie- und Betriebskosten sinken und nicht der schlechteste Effekt ist: Man kommt der Gerechtigkeit auf Erden ein klitzekleines Stückchen näher.