Die Erzdiözese Freiburg beteiligt sich an dem bundesweiten Projekt SCHIP (Schimmelbildung und Möglichkeiten der Prävention), welches sich mit der Problematik befasst, dass Kirchenräume und ihre Ausstattung in den letzten Jahren immer häufiger von Schimmel befallen werden. Dem Projekt SCHIP gingen bislang zwei Projekte voraus: Das erste Projekt befasste sich mit den Ursachen des vermehrten Schimmelaufkommens, in dem zweiten Projekt wurde ein "Werkzeugkasten" entwickelt, um den Schimmel in Sakralräumen zu vermeiden.
SCHIP – Bundesweites Projekt zur Schimmelproblematik in Kirchen
19.02.2025 |
Im dritten Projekt SCHIP mit dem Schwerpunkt auf Schimmel in Orgeln sollen die Auswirkungen reduzierten Heizens auf die Ausstattung von Kirchenräumen untersucht werden. Zudem soll ein zur Abschätzung des Schimmelrisikos entwickeltes Simulationsprogramm validiert und seine Tauglichkeit für eine breite Anwendung in den Kirchen der Erzdiözese Freiburg und Kirchen aus anderen Diözesen in Deutschland erprobt werden.
Durch den Aufbau des Klima-Monitorings in den letzten Jahren bietet die Erzdiözese Freiburg durch das Vorhandensein der Daten ideale Voraussetzungen für die Beteiligung an diesem Projekt. So kann ein Teil dieser Daten, durch das im Projekt tätige Wissenschaftler*innen-Team ausgewertet werden. Dieses setzt sich aus folgenden Personen zusammen: Dr. Insa Christiane Hennen - Kunsthistorikerin mit den Fachgebieten Bauforschung und Denkmalpflege, Dipl-Ing Uwe Kalisch - Klimaexperte, Jens Klocke - Diplom-Restaurator und Prof. i. R. Dr. Karin Petersen - Mikrobiologin.
Gestartet wurde das Vorhaben im Juli 2024, indem Kirchengemeinden gesucht wurden, die eine Kirche einbringen können, deren Heizverhalten voraussichtlich verändert wird bzw. schon wurde und somit der Kirchenraum nur noch in begrenztem Umfang temperiert werden soll. Schnell wurden 25 Kirchen im ganzen Bistum gefunden, von denen 12 für eine intensive Untersuchung ausgewählt wurden. Im Herbst fand in jeder dieser Kirchen ein Besuch durch die Wissenschaftler*innen statt mit eingehender Untersuchung auf Schimmel und Probenentnahme bei Befall. Im Dezember erhielten die Kirchengemeinden Rückmeldung zum Ist-Stand mit den Simulationsergebnissen und ersten Handlungsmöglichkeiten für ihre Kirche.
Über einen Zeitraum von 5 Jahren soll anhand der Klima-Daten und weiteren Besuchen vor Ort beobachtet werden, wie sich das veränderte bzw. reduzierte Heizverhalten auf das Schimmelaufkommen auswirkt und ob trotz einer reduziert temperierten Kirche ein Schimmelaufkommen verhindert werden kann.
Weitere Informationen dazu erhalten Sie bei Frau Dambacher (claudia.dambacher@ordinariat-freiburg.de)