Kirchengemeinde St. Peter und Paul, Sigmaringendorf
In Sigmaringendorf haben die Pfarrei St. Peter und Paul und die politische Gemeinde einen gemeinsamen Wärmeverbund errichtet. Drei kirchliche Gebäude, Kirche, Pfarr- und Gemeindehaus und acht kommunale Gebäude von der "Donau-Lauchert-Halle" über die Schule bis zum Pfarrhaus werden seit September aus Erneuerbaren Energien mit Wärme versorgt.
Holzpellets werden in der Heizzentrale im Schulkeller als Brennstoff genutzt und in die Gebäude im Umkreis von 200 Metern gepumpt. Durch die Verwendung von Erneuerbaren Energien werden der Atmosphäre über 200 Tonnen an schädlichem CO2-Ausstoß erspart.
Doch nicht nur die Höhe der CO2-Einsparung und die große Zahl der versorgten Gebäude sind preiswürdig. Beispielhaft ist auch die Art und Weise der Kooperation. Kommune und Kirchengemeinde haben das Nahwärmenetz und die Heizungsanlage gemeinsam errichtet und bezahlt. Im Kooperationsvertrag – der in der Erzdiözese nun als Mustervertrag weiter empfohlen wird – ist auch geregelt, dass die laufenden Betriebskosten nach Verbrauch aufgeteilt und sozusagen Spitz auf Knopf abgerechnet werden - ein faires und transparentes Verfahren bei dem beide Partner zurzeit von den günstigen Pelletspreisen profitieren.
Sollten diese wider Erwarten stärker steigen als die fossilen Energieträger, dann werden sich die Partner die Mehrbelastungen, die sie für den Klimaschutz eingegangen sind, auch gemeinsam tragen.
Beeindruckend ist, mit welcher Energie und gutem Miteinander Hans Steurer als Pfarrgemeinderatsvorsitzender und Bürgermeister Alois Henne ein solch großes und komplexes Projekt verwirklicht haben.
Preisgeld: 3.300 Euro