01. Platz: Katholische Kirchengemeinde St. Josef Rheinfelden

Autarke Stromversorgung auf dem Zeltlagerplatz Leinegger Halde
 
"Stellen Sie sich vor, Sie fliegen über den Schwarzwald in Richtung Süden. In der Nähe von Waldshut-Tiengen setzen Sie zum Landeanflug an. Genau zwischen den Dörfern Berau, Nöggenschwiel und Strittberg sehen sie inmitten dichter Waldungen eine Lichtung, auf der Sie landen. Sie hören nur noch das Rauschen der Bäume und der Schwarza, die zum Rhein hin saust. Natur pur! Sie befinden sich auf der sogenannten Leinegger Heide ...".
 
Hier findet das alljährliche große Sommerlager der Pfarrei St. Josef mit 100 Kindern und Jugendlichen statt, das von der örtlichen KjG organisiert wird. Daneben gibt es auch ein Familienlager mit 50 Teilnehmern, ein Osterlager, ein Winterbiwak und sogar ein Holzfäller-Arbeitswochenende. Rund 2.000 Übernachtungen kommen so jährlich zusammen.
 
In der Vergangenheit wurde die Leinegg über eine Stromleitung von Nöggenschwiel her mit Energie versorgt. Doch im Winter 2012/13 stürzte ein Baum auf diese Leitung und riss mehrere Masten mit sich um. Die Leitung war unwiederbringlich verloren! Was nun?
 
Strom wäre schon sehr geschickt und komfortabel! Vielleicht könnte man ja eine autarke Versorgung aufbauen, mit der Sonne als primäre Energiequelle? Die Idee war geboren und eine Crew von aktiven und ehemaligen Lagerleitern hat sich im Herbst 2013 ehrenamtlich und zugleich hoch professionell an die Konzeption und Planung gemacht. Direkt nach dem Winter wurde mit der Umsetzung begonnen. Das Sommerlager 2014 sollte nicht ausfallen.
 
Als Basis dient nun eine PV-Anlage, die fest am Lagergebäude installiert ist. Damit wird das Licht in der Werkstatt und im Sanitärbereich bereitgestellt und die Trinkwasseraufbereitung und die Pumpen betrieben. Während des Sommerlagers kommt eine kleinere, mobile Anlage hinzu, Batterien und Wechselrichter werden aufgebaut, damit auch das Küchen- und Sanitätszelt mit Strom versorgt werden können.
 
Die Anlage wurde so konzipiert, dass auch Laien die einzelnen Elemente aufbauen und bedienen können. Und im Rahmen der 800 ehrenamtlichen Stunden wurde auch noch die Wasserversorgung komplett erneuert!
 
Preisgeld: 3.300 Euro
 
Delegation der Kath. Kirchengemeinde Rheinfelden zusammen mit Erzbischof Stephan Burger