Schwalben und Segler – Flugakrobaten auf Wohnungssuche

 

Mehlschwalben – Gefiederte Glücksbringer

Wer Mehlschwalben am Haus hat, kann sich glücklich schätzen. Die Mehlschwalbe gilt seit jeher als Glücksbringerin. Die kleinen, wendigen Vögel kehren jährlich aus ihren Überwinterungsgebieten in Afrika zurück, um bei uns zu brüten. Sie bevorzugen hohe, raue Fassadenwände unter Dachüberständen und formen dort mit großer Präzision ihre halbkugeligen Lehmnester. Auch Kirchen mit ihren geschützten Vorsprüngen und ruhigen Lagen bieten ideale Brutplätze.
 
Neben ihrer beeindruckenden Flugakrobatik leisten Mehlschwalben auch einen wichtigen Beitrag zur Schädlingsbekämpfung: Während der Brutsaison fängt ein Paar rund 150 000 Insekten (v. a. Fliegen, Mücken und Blattläuse) für seine Brut. Wer bestehende Brutplätze schützt oder künstliche Nester anbringt, trägt dazu bei, dass diese fröhlichen Sommerboten auch künftig unser Leben bereichern.
 

Mauersegler und Alpensegler – Weitgereiste Flugkünstler

Segler sind wahre Meister der Lüfte und verbringen nahezu ihr gesamtes Leben fliegend. Mauersegler sind in der Lage, über 10.000 Kilometer ohne Pause zu fliegen und schlafen sogar im Flug. Alpensegler sind eine weitere Seglerart bei uns in Süddeutschland. Sie können während ihrer langen Migration bis zu 600 Kilometer pro Tag zurücklegen. Bei uns brüten diese Seglerarten hauptsächlich an mehrgeschossigen Gebäuden, darunter auch Kirchtürme. Sie nutzen Hohlräume an Dächern und Fassaden als Nistplätze. Mit der Installation spezifischer Seglerkästen an hohen Gebäuden kann man diese Art mit zusätzlichen Brutmöglichkeiten fördern.
 
Mehlschwalbe
 
 
Mauersegler
 
Alpensegler