

Turmfalken, Schleiereulen und Dohlen unter die Flügel greifen
Kirchen bieten sowohl Turmfalken und Schleiereulen als auch Dohlen wertvolle Brutplätze. Sanierungsarbeiten können diese Nistmöglichkeiten jedoch unzugänglich machen. Deshalb ist es wichtig, bei Umbauten die Erhaltung dieser Brutnischen sicherzustellen. Offene Einflüge erleichtern den Vögeln außerdem die Jagd, insbesondere bei schlechtem Wetter.
Das Anbringen spezieller Nistkästen kann zusätzlich zur Sicherung der Brutlebensräume beitragen. Dohlennistkästen lassen sich z.B. unauffällig hinter Schalllamellen oder Fenstern anbringen – ohne Zugang zum Turminneren. Ein kleiner Höhenversatz im Inneren erschwert Tauben den Zutritt, wird von Dohlen aber problemlos überwunden. Damit sich die Vögel langfristig ansiedeln, sollten Nistkästen alle zwei bis drei Jahre kontrolliert und gereinigt werden.
Die Verbesserung der Nahrungslebensräume in der umgebenden Landschaft kann ebenfalls zur Unterstützung der Brutvögel beitragen. Struktur- und artenreichen Wiesen mit alten Obstbäumen und Feldgehölzen bieten sowohl ein reichhaltiges Beutetierangebot als auch ideale Sitzwarten für die Jagd. Zum Schutz der Arten sollte der Einsatz von Giftködern gegen Mäuse sowie von Pestiziden unbedingt vermieden werden.
Ein aktiver Austausch mit Kirchengemeinden und ehrenamtlichen Naturschützenden kann helfen, geeignete Maßnahmen umzusetzen und so zum Schutz und Erhalt von Turmfalken und Schleiereulen beizutragen.

