Kirche im Rieselfeld in Freiburg
Im Dreiklang von Ökologie, Ökumene und Ökonomie wurde auf der Kirche Maria Magdalena im Freiburger Stadtteil Rieselfeld eine Photovoltaikanlage errichtet. Mit etwa 15 Kilowatt maximaler Leistung ist die Anlage an sich nicht besonders herausragend. Herausragend ist die Art und Weise, wie die Anlage errichtet und vor allem finanziert wurde. Ein Sonnenstromkraftwerk kostet, bevor es richtig Erträge abwirft, Geld, viel Geld. Mittel, die einer Kirchengemeinde in der Regel nicht zur Verfügung stehen. Wer wenig Geld hat und sich unbedingt etwas leisten will, geht zur Bank und leiht sich welches. "Aber schade," haben sie gedacht, "so ein Sonnenstromkraftwerk ist doch etwas, mit dem sich viele Gemeindemitglieder identifizieren, vielleicht sogar eine Spende dafür geben würden."
Aus rechtlichen Gründen ist aber ein Spende für ein gewerbliches Objekt nicht möglich – der Strom, den die Anlage produziert, soll ja verkauft werden. Hier wurde im Rieselfeld eine Innovation entwickelt, die es den beiden Gemeinden ermöglicht, ein Sonnenstromkraftwerk zu finanzieren und gleichzeitig die Gemeindeglieder zu beteiligen: Unter dem Motto "Die Kirche kriegt was auf´s Dach!" wurde um kleine Kredite speziell für die Anlage gebeten.
Mindestens 500 Euro sollten es sein, was die Darlehensgeber zur Verfügung stellen. Die Preisträger waren mit ihrem Finanzierungsmodell sehr erfolgreich und haben nahezu 90 Prozent der benötigten Mittel zusammenbekommen. Konkret: 78 Kreditgeber aus den beiden Gemeinden haben eine Summe von 70.000 Euro zur Verfügung gestellt. Bei all dem wurde die Verantwortung gegenüber der Einen Welt nicht vergessen – vom verbleibenden Betriebsgewinn, so ist es in den einfachen Kreditverträgen vereinbart, geht die Hälfte an ein Umweltprojekt auf der anderen Seite unserer Erde.
Preisgeld: 400 Euro





