01. Platz: Das Energie-Bildungsprojekt im Jugendhilfezentrum in Riegel

Langfristig und breit angelegtes Energie-Bildungsprojekt
 
Das Jugendhilfezentrum in Riegel wurde vor 150 Jahren als Erzbischöfliches Kinder- und Jugendheim gegründet und ist keine kleine Einrichtung: Rund 90 Kinder und Jugendliche leben in und um St. Anton und werden von rund 130 Sozialpädagog/innen, Psycholog/innen, Lehrer/innen sowie Mitarbeiter/innen in Hauswirtschaft und Verwaltung betreut. Vor etwas mehr als drei Jahren haben sie ein Projekt zur Nachhaltigen Energienutzung gestartet. Die Einrichtung wollte den Beweis antreten: "Energiewende kann jeder!"

Wie so oft beim Energiesparen, haben auch die Beteiligten in St. Anton zuerst einmal alle Verbräuche und Kosten erfasst. Es braucht einfach diese Ausgangsbasis. Den zweiten Schritt sind sie mit den Kindern und Jugendlichen gegangen: Sie haben die Science Days in Rust besucht, an der Schule Projekttage "Umwelt und Energie" durchgeführt und vor allem seit dem Frühjahr 2011 in mehreren Workshops Schüler/innen zu Energieexperten ausgebildet: Mehr als die Hälfte der Schüler/innen sind so zu Energieexperten geworden, die sich nun aktiv auf die Suche nach Energieeinsparpunkten gemacht haben.

Ein weiterer wichtiger Baustein innerhalb des Projektes war die naturnahe Umgestaltung des kompletten Außengeländes. Bewusst wurde darin ein Energieparcours integriert, der nun als Freiluft-Klassenzimmer, Anschauungs- und Übungsgelände genutzt werden kann. Ein Glücksfall war die Umsetzung des Außengeländes in den Sommerferien 2011 als Sponsoringaktion mit 25 Landschaftsgärtnern.

Es ist nicht nur gelungen unzählige Sponsoren und Kooperationspartner für das Projekt und die einzelnen Aktionen zu gewinnen, die Projektverantwortlichen haben es auch geschafft, alle Kinder und Jugendlichen sowie alle Mitarbeiter/innen in allen Bereichen einzubeziehen. Der Aufwand hat sich gelohnt und der Beweis ist erbracht: "Energiewende kann jeder!"

Auch wenn jetzt noch aussteht, eine Konzeption zusammenzustellen, wie das Thema nachhaltige Energienutzung auf andere Jugendhilfeeinrichtungen übertragen werden kann, fand die Jury, dass diesem langfristig und breit angelegten Energie-Bildungsprojekt die Goldmedaille beim Umweltpreis 2012 gebührt.

Preisgeld: 3.300 Euro
 
Platz 1: Jugendhilfezentrum 
St. Anton, 
Riegel am Kaiserstuhl