Einen langen Atem hat diese Preisträgerin bewiesen. Profitiert von der Ausdauer der Naturschutz-AG der Heimschule St. Landolin in Ettenheim haben vor allem der Laubfrosch und die Gelbbauchunke.
Im Jahr 2007 bekamen die Schüler/innen im Fach Naturwissenschaft und Technik, kurz Nwt, die Aufgabe, einen Biotopverbund zu planen. Bei der zunächst anstehenden Bestandsaufnahme wurde festgestellt, dass die beiden Amphibien auf dem Schulgelände heimisch sind. Die Populationen der stark gefährdeten Arten können sich aber nur erholen, wenn es gelingt, weitere angepasste Lebensräume zu schaffen und durch Wanderkorridore zu verbinden. Damit die Planungen nicht nur Sandkastenspiele blieben, wurden die Ergebnisse im zweiten Schulhalbjahr einem Fachgremium unter Beteiligung der Naturschutzverbände, der Stadt Ettenheim und der Landratsämter Offenburg und Emmendingen vorgestellt. Laubfrosch und Gelbbauchunke kennen eben keine Landkreisgrenzen.
Leider ging es mit der Umsetzung der umfangreichen Pläne nicht wie gewünscht voran. Zunächst fehlte das nötige Kleingeld, dann war das Gelände für den bestellten Bagger nicht befahrbar und ein anderes Mal waren Wasserrohrbrüche für den Baggerfahrer wichtiger als die Amphibien. Endlich – im Frühjahr 2012 – hat dann alles gepasst. Auf der Basis ihrer Vorgänger haben sich die Schüler/innen der Naturschutz AG in vielen hundert Stunden ans Werk gemacht und im Gewann „Pfaffenstiel“ mehrere Gewässer für die Amphibien angelegt und wiederbelebt.
Noch ist der Biotopverbund nicht vollständig. Den langen Atem braucht es also auch für die Zukunft. Von daher kann der 5. Platz beim Umweltpreis 2012 Ansporn und Verpflichtung zugleich sein.
Preisgeld: 500 Euro






