Katholische Gesamtkirchengemeinde Mannheim & Erzb. Bauamt Heidelberg
Aktiv die Sonne für die Temperierung einer Kirche zu nutzen, das wäre ein echter Fortschritt. Damit könnten sowohl die laufenden Kosten als auch der Energieverbrauch gesenkt und somit ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. Die Verantwortlichen der Polnischen Katholischen Mission und der Gesamtkirchengemeinde Mannheim haben sich im Zuge der Sanierung ihrer Spitalkirche St. Matthäus in Mannheim auf eine solche Innovation eingelassen.
Doch wie kann man die Sonne aktiv für die Kirchenheizung nutzen? Eigentlich ganz einfach: Wenn die Sonne scheint, die eingestrahlte Energie sammeln und ins Gebäude führen.
In der Spitalkirche gelingt das auf zweierlei Weise. Zum einen wurden auf dem Dach Plexiglas-Gauben angebracht. Die dort von der Sonne erwärmte Luft wird abgesaugt und in den Fußboden unter die Kirchenbänke geleitet. Ebenfalls als Wärmekollektoren fungieren die neu eingebauten Kastenfenster. Erwärmt sich die Luft im Zwischenraum, öffnet sich der innere Flügel. Im geschlossenen Zustand wirken die Fensterkasten dagegen als gute Dämmpolster. Mit diesem Maßnahmenbündel – zusätzlich wurde auch noch die Kirchendecke neu gedämmt – soll es möglich sein, den Energieverbrauch um fast die Hälfte zu senken.
Die Spitalkirche wurde rechtzeitig zum Katholikentag in Mannheim wieder der Nutzung übergeben. Dabei fand das Temperierungskonzept große Beachtung, weit über Mannheim hinaus. Diese Idee könnte mit den Sonnenkollektoren auch für andere Kirchen nachahmenswert sein.
Preisgeld: 400 Euro





