Sonderpreis Bauen: Gemeindehaus in Philippsburg

Neubau des Gemeindehauses als zertifizertes Passivhaus
 
Kirchengemeinde 
St. Maria Philippsburg & Erzb. Bauamt Heidelberg
 
Für das erste Gemeindehaus in der Erzdiözese im Passivhausstandard erhält die Kirchengemeinden St. Maria in Philippsburg zusammen mit dem Erzbischöflichen Bauamt in Heidelberg den zweiten Bausonderpreis 2012.
Passivhaushaus, das hört sich zurückhaltend an. Aber zurückhaltend ist das neue Gemeindehaus in Philippsburg nur beim Energieverbrauch. Im Vergleich zum alten Gemeindehaus, das an die politische Gemeinde veräußert wurde, erzielen es eine Energieeinsparung von über 90 Prozent. Und auch gegenüber einem normalen Neubau nach aktuellem gesetzlichem Standard ist der Energieverbrauch um die Hälfte reduziert.

Erreicht werden diese beeindruckenden Einspareffekte durch eine kompakte Bauweise, einen deutlich erhöhten Wärmeschutz und eine Lüftungstechnik mit Wärmerückgewinnung. Damit gelingt es auch zu allen Jahreszeiten, Sommers wie Winters, angenehme Temperaturen zu erzielen. Das ist gerade in der Rheinebene von großem Vorteil. Der sehr niedrige Energieverbrauch führt dazu, dass die Mehrkosten für die Passivbauweise durch die Kostenersparnis über kurz oder lang wieder eingespielt werden.

Ein weiterer Umstand hat die Jury beeindruckt: Die Kirchengemeinde hat sich von ihrem alten Gemeindehaus aus den 70er Jahren getrennt – sicher nicht leichten Herzens. Damit hat sich jedoch die Chance eröffnet, die Gebäude dem Raumbedarf anzupassen und sie bei der Kirche zu konzentrieren. So ist in der Stadtmitte von Philippsburg ein eigenes Kirchenzentrum entstanden.

Die Einweihung mit vielen Gästen am Martinstag 2012 war ein gelungener Startschuss für ein aktiv genutztes passives Gemeindehaus.

Hervorzuheben ist die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinde und Erzbischöflichen Bauamt.
 
Preisgeld: 400 Euro